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3er5er7er-Interpretationen




Die hier dargestellten Akzentkombinationen sind die letzten drei Zeilen der Seite 3er5er7er-Mix und eignen sich bestens zur Verwendung in einer Unabhängigkeitsübung.



Da die Verteilung der Akzente bei der 3er-5er- und 7er-Verschiebung immer dem gleichen Prinzip folgen, ist es für die Beschreibung dieser zweitaktigen Beispiele ausreichend, nur noch die Reihenfolge der verteilten Akzentgruppen zu nennen. Bei der ersten Zeile sähe das so aus:

5 7 3 7 5 5

bei der zweiten Zeile:

3 5 7 5 7 5

 bei der dritten:

7 3 3 5 5 3 3 3
 
Das sind so etwas wie kurze Formeln, die beim Üben wesentlich übersichtlicher sind als die Notation.
Nun zu den Übungen.
Wie es zur Formel (in diesem Fall 573755) kommt und wie die Akzentverteilung dann in 1/16-Notation aussieht ist ja bereits geklärt. Jetzt die Interpretationsmöglichkeiten. Die rechte Hand spielt 1/8-Noten auf der Rideglocke und die Hihat tritt auf allen "Und-Zählzeiten". Das ist das Begleitpattern für die
ersten beiden Interpretationen.

Interpretation 1

In diesem Notenbild spielt die linke Hand die Akzente und die Bassdrum füllt die Lücken.



Interpretaion 2

Dann umgedreht. Die Bassdrum spielt die Akzente, die linke Hand füllt auf.



Die nächsten beiden Beispiele bedienen sich  einer anderen Technik die sich "right hand lead" bzw. "left hand lead" nennt. Der Name ist Programm, die Akzente werden von einer Hand gespielt, die andere Hand übernimmt die nichtakzentuierten Noten.

Interpretation 3
Hier ist es "right hand lead", die rechte Hand spielt, zusammen mit der Bassdrum, alle Akzente auf der Rideglocke, die linke Hande alle verbleibenden Nichtakzente als Ghostnotes auf der Snare:

 Wem hier die getretene Hihat auf "und" zu schwer fällt kann anfangs alle 8tel treten.


Interpretation 4

Hier führt die linke Hand mit den Akzenten auf der Snare und das Ridebecken zusammen mit der Bassdrum füllen auf:


 
Alle diese Interpretationsmöglichkeiten führen nach und nach zu einer recht großen Unabhängigkeit und sind wirklich gut als Grooves oder Fills einzusetzen. Anfänglich Schwierigkeiten sind nicht zu umgehen, verschwinden aber, bei regelmäßigem Umgang mit diesem Material, doch recht schnell.
Zum Abschluß noch einen Rat:

Metronom 
auf
q=60 bpm einstellen und erst in kleinen Schritten 'a 4 bpm erhöhen, wenn alles stimmt.
Zählen

ist bei diesen Übungen äußerst wichtig und verinnerlicht den Klang und die Positionen der Akzentgruppen. Darüber hinaus steigert es das rhythmische Empfinden und das Maß der hier zu erlangenden Unabhängigkeit.
Erst scheint es schwieriger, aber dafür wird man belohnt.

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