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Groove-Schmiede

Auf dieser Seite möchte ich anhand eines Beispiels demonstrieren, auf welche Weise sich sehr einfach ein Rhythmus kreieren läßt. Es ist sicher wichtig sich Rhythmen von anderen Schlagzeugern abzugucken oder sich aus Lehrbüchern zu bedienen. Ebenso wichtig ist es aber auch, eigene Ideen auszuprobieren. Um der Kreativität ein wenig auf die Sprünge zu helfen, ist die hier erläuterte Herangehensweise sehr hilfreich.  
Es geht ganz einfach los. Takt 1: Die rechte Hand spielt einen Takt lang 1/8-Noten auf der Hihat, die linke die Snare auf "2" und "4". Takt 2: Unser Versuchsobjekt ist ein Takt mit sechzehn 1/16-Noten auf dem diverse Akzente verteilt sind ( in diesem Fall habe ich eine Kombination von 5er, 3er und 7er-Gruppen genommen, die auf der Zählzeit "1e" startet. Mehr davon findet man auf der Seite 3er5er7er-Mix).
Takt 3: Diese Akzente werden, um ein Gefühl für den Klang dieser Akzentlinie zu bekommen, vorerst mit der Bassdrum gespielt.

Und so sieht es dann aus:

 Der nächste Schritt besteht im  Aufteilen dieser Akzente zwischen Bassdrum (B) und Snaredrum.(S). Hier gehe ich ganz systematisch vor. Die Hihat spielt weiterhin 1/8.


1. Verteilung auf Zählzeiten(1=B, 2=S, 3=B, 4=S):


und umgekehrt:


2. Verteilung der Akzente abwechselnd:


und umgekehrt:


3. Kombinationen aus diesesn Varianten:

oder


Diese letzte Variante trifft meinen Geschmack am meisten (und das sollte bei solchen Versuchen immer der entscheidende Faktor sein), und wird jetzt ausgebaut. Um die gesamte Figur jetzt etwas runder klingen zu lassen füge ich noch ein paar Bassdrumschläge ein.


Weil dem hier entstandenen Rhythmus die klare Markierung der Zählzeit "1" fehlt und ich diese sehr wichtig finde (und auch weil die Snaredrum den 1/4-Puls nicht sehr deutlich herausarbeitet), helfe ich hier etwas nach. Die Öffnung der Hihat auf "4und" und ein deutliches Schließen auf "1" rundet dieses Pattern ab:


Dieser Groove ist so gut wie fertig. Klingt nur noch etwas statisch. Um diesen Noten etwas Leben einzuhauchen verteile ich (wieder nur nach Geschmack) ein paar Akzente und setzte ein kleines 16tel-Fill in auf die Zählzeit "2und", das ich jedoch nur manchmal spiele.
Hier das Ergebnis:


 Ich hoffe, meine Herangehensweise klar und verständlich erklärt zu haben. Es ist nur eine Möglichkeit Grooves zu kreieren und vielleicht ein wenig theoretisch, aber ich finde des Resultat spricht für sich.
Viel Spaß beim erfinden eigener Rhythmen. 
 

 

 

 

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