Unterricht

Preise

Audio

Video

Links

 

 

Bilder

Kontakt

FAQ

Übungen

Impressum

 

 

! kostenlose Probestunde vereinbaren !

Startseite


Die Fachbegriffe


In dieser Sparte geht es eigentlich weniger um "schon vielgestellte Fragen", wie die Bezeichnung FAQ ja vermuten läßt, sondern eher um die Erklärung von Fachbegriffen, welche auf anderen Seiten meiner Homepage verwendet wurden oder meiner Meinung nach erklärt werden sollten.
Diese Seite wird nach und nach erweitert. Fragen und Anregungen nehme ich dankend  per E-Mail an!!!


Akzente

Wären in der Musik alle gespielten Noten in der gleichen Lautstärke, wäre es sehr schwer für einen Musiker einem Musikstück leben einzuhauchen und Songs würden uns wohl schnell langweilen. Akzente sind punktuelle Hervorhebungen einzelner Noten. Bei uns Schlagzeugern sind es laute Schläge. Um diese lauten Schläge hervorzuheben, bedarf es natürlich auch leiser Schläge. Beim Üben leiser und lauter Schläge sollte der Unterschied extem deutlich sein. Bei einem leisen Schlag z.B. holt der Stick nur wenige Zentimeter(2-5cm) aus, wärend es bei einem lauten Schlag eher 60-80cm sind. Das ist kein Richtwert für musikalische Situationen, sondern nur für Übungen.


Fill in

Abgeleitet aus dem englischen, für "einfüllen" ist "FillIn" ein eigenständiger Begriff für Schlagzeuger geworden. Gemeint sind kleinere Trommeleien die den derzeitig gespielten Rhythmus kurz verlassen, um z.B. die Wiederholung eines Parts(Strophe, Bridge, Refrain o.ä.) oder den Wechsel zu einem anderen Part zu markieren oder einzuleiten.


Ghostnote

wie der Name schon ahnen läßt, ist eine solche Note nicht wirklich vorhanden. Was heißt: Sie wird so leise gespielt, daß nicht direkt wahrgenommen oder geortet werden kann. Ghostnotes sind wie Gewürz für einen gespielten Rhythmus. Sie füllen die Lücken zwischen den Schlägen und lassen einen Groove rollen. Um so leiser sie gespielt werden, um so effektiver sind sie auch. Das Ziel ist, das der Zuhörer sie nur gefühlsmäßig wahrnimmt.


Klangzonen

Klangzonen sind bestimmte Bereiche eines Instrumentes, die sich durch unterschiedliche Klangmerkmale auszeichnen und sind beim Schlagzeug nur bei zwei Instrumenten von Bedeutung: Bei der Snaredrum und beim Ride-Becken.

1. Snaredrum
Die Snaredrum ist in drei Klangzonen unterteilt:
Zone 1 - bezeichnet einen Kreis mit etwa 10cm Durchmesser genau in der Mitte der Snaredrum. Hier angeschlagen läßt sich das maximale Volumen einer Snare erzeugen. Das Schlagfell hat hier mehr Bewegungsfreiheit, somit wird bei einem Schlag mehr Luft im inneren der Trommel bewegt, was auch das Resonanzfell und den Snareteppich voll ansprechen läßt. Der Klang ist eher trocken und enthält den geringsten Anteil der singenden Obertöne.
Zone 2 - bezeichnet einen Ring um die Klangzone 1 bis etwa 5cm vor den Spannreifen. Hier hört man etwas weniger Grundton und etwas mehr Obertöne. Auch sind die Schläge hier etwas leiser als in der Zone 1. Hier fühlt sich das Schlagfell schon etwas härter an, was einen positiv Einfluß auf den Rückprall des Stockes (Rebound) hat. Schnelle Schlagfolgen (closed rolls) oder Presswirbel gelingen hier ein wenig leichter. Der Klang enthält etwas mehr Obertöne und man nimmt etwas mehr Teppich wahr.
 Zone 3 - befindet sich ganz außen. Ein etwa 5cm breiter Ring direkt am Spannreifen. Es ist die leiseste Zone und enthält sehr viele Obertöne und sogut wie keinen Grundton mehr. Hier gespielte Schläge haben einen singenden Klang.

2. Ride-Becken
Auch das Ride-Becken besitzt drei unterschiedlich klingende Bereiche, die man in Klangzone unterteilen kann.
 Zone 1 - Die Kuppe, die hochgewölbte Mitte des Beckens, hat einen glockenartigen, hellen, durchdringenden Ton und eignet sich hervorragend zum spielen von Akzenten innerhalb einer Ride-Figur oder zum permaneten Einsatz in lauter Musik.
Zone 2 - Der Bereich von der Kuppe bis etwa 15cm vor den äußeren Rand des Beckens hat, in den meisten Fällen einen noch klar definierten Glockenton, angereichert mit dem vollen tragenden Sound des gesamten Beckens. In dieser Zone hört man die Eigenschaften des verwendeten Sticks am stärksten heraus.
Zone 3 - die am äußeren ca.15cm breite Rand läßt kaum einen definierten Stockklang mehr übrig und wird überwiegend zum erzeugen von Crash-Effekten genutzt, die bei einem Becken dieser größe sehr dunkel ausfallen.



Ostinatos

Ein Ostinato (lateinisch ostinatus, hartnäckig, eigensinnig) beim Schlagzeugspiel, ist eine sich stetig wiederholende Figur. Ein bestimmter Rhythmus den z.B. die Füße mit Bassdrum und Hihat spielen, über den die Hände Solieren. Auch Hihat-Achtel mit Snare auf 2 + 4, ist ein beliebtes Ostinato, um Bassdrumunabhängigkeit zu üben



Orchestrierungen

großes Wort für eine recht einfache Handlung. Wenn beim spielen eines Rhythmus, eines "Fill Ins" oder einer bestimmten Schlagfolge, die Sticks einfach mal auf ein anderes Instrument zielen, entsteht bei vollkommen gleichem Bewegungsablauf trotzdem ein ganz anderes Klangbild. Das Schlagzeug ist im eigentlichen Sinne kein einzelnes Instrument, sondern wie ein Orchester (daher der Name), eine Ansammlung einiger Instrumente. Die Auswahl der bei einem Groove benutzten Klangquellen, ist sehr entscheidend für den Sound eines Schlagzeugers. Orchestrierung ist ein wichtiges Werkzeug, denn sie ermöglicht, ohne neue Techniken zu erlernen, völlig neue Farben zu verwenden. Alles was man bisher so gespielt hat, sollte ruhig mal unter der Verwendung anderer Klangerzeuger probiert werden. Es lohnt sich!


Pattern

Ein Begriff aus dem Englischen. Er bedeutet soviel wie Muster oder Model. Bei Drumcomputern ist es meistens ein programmierter Takt der sich öfter wiederholt. So ist es auch bei notierten Drumparts oder Übungen. Ein Teil der öfter Verwendung findet, ein Takt der öfter wiederholt wird. 



Right hand lead

heißt nicht mehr als die englische Bezeichnung schon sagt: Die rechte Hand führt. Das bedeutet, daß die rechte Hand beim spielen von Akzentmustern alle Akzente spielt und die linke Hand die verbleibenden Noten. Es ist eine Interpretationsmöglichkeit von Akzentübungen die sich sehr vielseitig und kreativ am Schlagzeug einsetzen läßt. Die beiden einfachsten Varianten wären:
Akzente auf Toms - Ghostnotes auf der Snare, Hihat tritt 1/4
oder
Akzente mit Bassdrum und Ridebecken - ghostnotes auf der Snare, Hihat tritt 1/4


Das geht natürlich auch mit der linken Hand, heiß dann aber "left hand lead". Sollte beides geübt werden.



Rimshot/Rimclick/Tipshot

diese drei Begriffe beschreiben verschiedene Anschlagsarten. Normalerweise sind es Anschlagtechniken die auf der Snaredrum benutzt werden, doch benutzt der eine oder andere experimetierfreudige Schlagzeuger diese Techniken auch schon mal auf Toms.

Rimshot
Beim Rimshot handelt es sich um einen meist sehr lauten Schlag bei dem der Stick das Fell und den Spannreifen (engl.:rim) gleichzeitig trifft. Der entstehende Klang gleicht einem Schuß (engl.:shot). Dieser Schlag spricht das gesamte Klangspektrum der Trommel an und klingt sehr obertonreich und percussiv. In welcher Klangzone die Spitze des Stockes (engl.:tip) das Fell berührt, entscheidet über den Anteil Spannreifen oder Fellsound im erzeugten Klang.
Bei dem von mir so genannten Tipshot ( auch ein Rimshot ),  trifft die Stockspitze das Fell in der äußersten Klangzone und erzeugt einen sehr peitschenartigen singenden Ton. Der Stick reicht nur sehr wenige Zentimeter in die Trommel. Dieser Schlag klingt sowohl Laut als auch leise einfach phantastisch.
Bei Rimshots gibt es keine Gesetze, außer dem gleichzeitigen Treffen von Rim und Fell. Den Rest entscheidet der eigene Geschmack und der Sound der Trommel.

Rimclick
Auch hier gibt der Name schon vor, um was es geht. Bei dieser Technik (auch "sidestick" genannt), wird das Ende des Stockes auf einer Seite der Snaredrum (nahe dem Spannring, etwa 3-5cm entfernt) auf das Fell gelegt. Nun wird mit der anderen Seite des Stockes auf den gegenüberliegenden Spannring (Rim) geschlagen.  Dabei muß das Stockende die ganze Zeit das Fell berühren. Es entsteht holzig klingender Click-Sound. Je nach Handhaltung läßt sich dieser Sound gedämpft oder ausklingend gestalten. Auch hier ist ausprobieren gefragt. Sehr gute Ergebnisse lassen sich erzielen wenn die Stockspitze das Fell berührt und der Stockschaft auf den Rim schlägt.





Schlagzeugschule Berlin